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novembro 12, 2004
EU-Länder fliegen Ausländer aus der Elfenbeinküste aus
Fünf Tage nach Beginn ausländerfeindlicher Ausschreitungen in der Elfenbeinküste ist die Lage in dem westafrikanischen Land weiter gespannt. Auf der Flucht vor der anhaltenden Gewalt mußten Hunderte Ausländer das Land verlassen und sind teilweise bereits in ihren Heimatländern angekommen. In dem Krisengebiet Elfenbeinküste halten sich noch immer Tausende EU-Bürger auf, darunter auch etwa 170 Deutsche
Fünf Tage nach Beginn ausländerfeindlicher Ausschreitungen in der Elfenbeinküste ist die Lage in dem westafrikanischen Land weiter gespannt. Auf der Flucht vor der anhaltenden Gewalt mußten Hunderte Ausländer das Land verlassen und sind teilweise bereits in ihren Heimatländern angekommen. In dem Krisengebiet Elfenbeinküste halten sich noch immer Tausende EU-Bürger auf, darunter auch etwa 170 Deutsche. An der Evakuierungsaktion beteiligen sich Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Belgien und die Niederlande.
In Paris landete in der Nacht zum Donnerstag eine Boeing mit 270 Menschen an Bord. Behörden zufolge handelt es sich bei ihnen vor allem um Familien mit Kindern und schweren Verletzten. Bei der Ankunft warteten mehrere Krankenwagen auf die Maschine. Weitere Flugzeuge mit über 600 Menschen an Bord wurden noch am Donnerstag in Paris erwartet.
Auch die Bundesregierung beteiligt sich an den Evakuierungsmaßnahmen aus der Elfenbeinküste. Ein Bundeswehr-Airbus ist derweil im Rahmen einer europäischen Gemeinschaftsaktion in der Hauptstadt des Krisenstaats, Abidjan, gelandet. Die Maschine sollte im Laufe des Tages den Shuttledienst von Abidjan in die ghanaische Hauptstadt Accra aufnehmen, bestätigte das Auswärtige Amt.
Es sei einer der ersten Fälle der Zusammenarbeit von sechs EU-Staaten bei einer derartigen Evakuierungsaktion. "Damit soll ein Zeichen der gesamteuropäischen Solidarität bei der Zusammenarbeit der EU-Staaten gesetzt werden", erklärte eine Sprecherin des Außenministeriums.
Der deutsche Airbus bietet Platz für rund 200 Passagiere und wird in den kommenden Tagen mehrmals ins östlich angrenzende Ghana fliegen. Ein spanisches Flugzeug mit 120 Menschen an Bord, darunter zahlreiche Spanier und Portugiesen, ist bereits nach Madrid geflogen. DW
Artikel erschienen am Fr, 12. November 2004
Publicado por esta às novembro 12, 2004 05:14 PM